

Um in unserer schnelllebigen Zeit leistungsfähig zu bleiben, braucht es ein ausgeglichenes System von Beruf, Partnerschaft und Familie, Freizeit, Bewegung und Ernährung. Doch wenn es eng wird, kann der Beruf und die Familie meist gerade noch bedient werden, oft nur noch der Job. Alles andere wird vernachlässigt.
Ob als Manager oder Hausfrau, die Folgen sind identisch: Die Kraft und die Lebensfreude lassen nach, statt das Leben zu genießen, werden Defizite und Konflikte verwaltet. Bis der Körper sich meldet: Schlaf- und Verdauungsstörungen, häufige Infekte, Entzündungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Migräne werden oft schon als normal hingenommen. Der Weg bis zum Burn-Out ist nicht mehr weit.
Den Globus können wir nicht anhalten, doch unsere innere Welt braucht offenbar ein gutes Gleichgewicht, doch wie lässt sich das herstellen?
Es geht um innere Einstellungen, Prioritäten, Konfliktlösungen, geregelte Abläufe in denen auch Zeit für sich selbst, Bewegung und ausgewogene Ernährung ihren festen Platz haben. In einem individuellen Coaching erarbeiten wir konkrete Wege, wie Sie aus dem Hamsterrad aussteigen können.
Darüber hinaus steht Ihnen ergänzend ein interdisziplinäres Team zur Verfügung: Ärzte der Fachrichtungen Immunologie, Neurologie, Orthopädie sowie Heilpraktiker, Ernährungsberater, Osteopathen, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Yoga-Instruktoren.
Wenn Sie interessiert sind, können Sie hier erfahren, was genau sich hinter „Burn-out-Syndrom“, „Bore-out-Syndrom“ und dem „chronischen Müdigkeitssydrom (CFS)“ verbirgt:
Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „ausgebrannt sein“. Das Burn-out-Syndrom ist das Resultat von lang anhaltendem Stress und extremer körperlicher und seelischer Überlastung. So kann man das Burn-out-Syndrom auch als manifeste Folgeerkrankung eines länger bestehenden Overload-Syndroms bezeichnen.
Menschen mit hohem Leistungsanspruch und großem Idealismus sind besonders gefährdet, am Burn-out-Syndrom zu erkranken. Außerdem haben Stressforscher herausgefunden, dass mangelnde Selbstbestimmung, z. B. in der Strukturierung der Aufgaben und Tagesabläufe, sowie mangelnde Anerkennung für die Arbeit das Risiko erhöhen.
Patienten, die unter diesem Syndrom leiden, sind permanent abgeschlagen und müde. Sie leiden unter ausgeprägten Schlafstörungen mit folgender Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsmangel, Wahrnehmungsstörungen und Vergesslichkeit. Typisch sind auch häufige depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und eine starke Erschöpfung, die sich bis zum totalen Zusammenbruch oder Suizid steigern kann. Darüber hinaus treten wie beim Overload-Syndrom vielfältige körperliche Beschwerden wie Kopfweh, Rückenschmerzen oder Verdauungsstörungen auf, oft aber in verstärkter Form. Wenn das Syndrom nicht behandelt wird, drohen Risikoerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder eine ausgeprägte Immunschwäche.
Anders als beim Burn-out- machen beim Bore-out-Syndrom eine permanente Unterforderung, Langeweile und Perspektivlosigkeit auf Dauer krank. Dieses Syndrom, das von dem englischen Verb „to bore“ = „langweilen“ abgeleitet ist, stellt also sozusagen das Gegenteil des Burn-out-Syndroms dar. Das Bore-out-Syndrom tritt vor allem im Zusammenhang mit einer unbefriedigenden beruflichen Tätigkeit auf, kann aber z. B. auch Frauen treffen, die in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter keine Erfüllung finden. Die Betroffenen leiden unter dem Gefühl, mehr leisten zu können als von ihnen gefordert wird.
Wichtig ist zu unterscheiden, dass Bore-out-Patienten nicht faul sind, sondern von ihrem Umfeld „faul gemacht“ werden. Für sie stellt die Tatsache, arbeiten zu wollen, aber nicht zu dürfen oder sich mit sinnlosen Dingen beschäftigen zu müssen eine schwere Belastung dar, die zu zahlreichen seelischen und körperlichen Problemen führt. Vor allem depressive Verstimmungen, Antriebsschwäche, Lustlosigkeit und Müdigkeit treten bei den Betroffenen gehäuft auf, aber auch andere, dem Overload- oder Burn-out-Syndrom ähnliche Beschwerden sind nicht selten.
Außerdem entwickeln viele Bore-out-Patienten ein Gefühl der inneren Leere und Bedeutungslosigkeit. Ihr Leben scheint keinen Sinn mehr zu haben, ihr Tun niemandem zu nützen. In der Folge kommt es zu starken Selbstzweifeln und einem sozialen Rückzug.
Der Begriff stammt aus dem Französischen, wird mit CFS abgekürzt und heißt übersetzt „chronisches Müdigkeitssyndrom“. Dieses Syndrom tritt bevorzugt im mittleren Lebensalter zwischen 20 und 50 Jahren auf und ist ebenfalls durch eine fortschreitende Erschöpfung und Abnahme der Leistungsfähigkeit gekennzeichnet, die mehrere Monate oder sogar Jahre andauern können. Im Unterschied zu den anderen hier beschriebenen Syndromen liegt dem CFS jedoch eine schwere Virusinfektion (z. B. das Pfeiffersche Drüsenfieber mit Epstein-Barr-Viren) als Auslöser zugrunde. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das CFS sehr oft im Anschluss an diese ausgeprägten Infektionskrankheiten auftritt, die das Immunsystem überfordern und langfristig fehlregulieren.
Patienten mit Chronic-Fatigue-Syndrom sind tagsüber müde, abgeschlagen und in ihren Leistungen deutlich reduziert. Auch unter körperlichen Problemen haben die Betroffenen zu leiden. So sind Rücken-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Kopfweh, Halsschmerzen, Lymphknotenschwellungen, leicht erhöhte Temperatur, Verdauungsstörungen und eine erhöhte Infektanfälligkeit typische Begleiterscheinungen des CFS. Dazu gesellen sich zahlreiche seelische Beschwerden z. B. Konzentrationsschwäche, Antriebsarmut, Gereiztheit, Nervosität, Vergesslichkeit, Schlafstörungen und Verwirrtheit. Zur genauen differentialdiagnostischen Abklärung (und Unterscheidung zum Burn-out-, Bore-out- oder Overload-Syndrom) sollten sich Patienten einer Untersuchung beim Arzt unterziehen.
"In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen“ (Voltaire)
Beate Junginger · Coaching · Training
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